Biophotonenforschung allgemein

Nullpunktenergie und Bioresonanz –
Subatomare Kommunikation im Biophotonenfeld von Zellen

Dr. rer. nat. Hugo Niggli, Treyvaux, Schweiz

 

Das Biophotonenzentrum von F.-A. Popp

 

Neben der Museumsinsel Hombroich auf der ehe­maligen Nato-Raketenstation hat sich Mitte der Neunziger Jahre das Biophotonenzentrum des Bio­physikers Fritz-Albert Popp etabliert, nachdem die Amerikaner nach der Wiedervereinigung Deutsch­lands dieses Gelände geräumt haben. Die Insel Hombroich ist ein Gartenreich, ein Traumland, die der Gründer und Initiator Karl-Heinrich Müller vor mehr als zwanzig Jahren zu einer Synthese von Kunst und Natur aufgebaut hat. Zusammen mit der von ihm erworbenen, benachbarten Raketenstation ist hier ein Zentrum entstanden, wo Künstler und Wissenschaftler, jeder auf seine Art und Weise, sich mit Licht und Farben in Harmonie mit der Natur auseinandersetzen.  

 

Ansichten über unser Weltbild

 

Die Biophotonik ist ein biologisches Ergebnis der Quantenprozesse, die von Gary Zukav in seinem Buch „Die tanzenden Wu Li Meister“, welches vor mehr als zwanzig Jahren im Rowohlt Verlag herausgekommen ist, dem Laien zugänglich gemacht worden sind. „Wu Li“, das im Chinesischen „Physik“ oder „Struktur organischer Energie“ bedeutet, kann auch noch anders übersetzt werden: „mein Weg“, dann „Unsinn“, im weiteren: „ich halte an meinen Vorstellungen fest“ und schließlich „Erleuchtung“. Der Wu Li Meister lehrt nicht, aber seine Schüler lernen. Der Wu Li Meister beginnt immer im Zentrum der Dinge.

Wenn die Bewegungsgesetze von Newton in Betracht gezogen werden, erkennt man den Unterschied zwischen der klassischen Mechanik und der Quantenmechanik:

Erstere kann bildlich darstellen, Quantenmechanik kann dies nicht. Die moderne Medizin und Biologie bleiben zögerliche Apostel des von Isaac Newton entworfenen Weltbildes: Der klassischen Mechanik, welche auf gewöhnlichen Sinneswahrnehmungen beruht und ein Weltbild des Getrenntseins erzeugt hat.

Dieses Getrenntsein hätte durch die Entwicklung anfangs bis Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts ein für alle Mal zu den Akten gelegt werden sollen.Denn als die Pioniere der Quantenphysik in das innerste Herz der Materie blickten, waren sie erstaunt über das, was sie sahen: die winzigsten Materieteilchen waren gar keine Materie, wie wir sie kennen, sondern Energie.

Aber das Wichtigste war, dass diese subatomaren Partikel keine Bedeutung als isolierte Teilchen hatten, sondern nur in ihrer Beziehung zu allem anderen. Auf ihrer elementarsten Stufe lässt sich die Materie nicht in kleine Einzelteilchen zerlegen, sondern ist vollkommen unteilbar.

Das Universum lässt sich dadurch nur als dynamisches Gewebe von Wechselwirkungen verstehen, welche von der Quantenmechanik nicht direkt beobachtbar sind, sondern nur als statistisches Verhalten von Systemen beschrieben werden kann. Während die Newtonsche Physik Vorgänge voraussagt und eine objektive Realität „da draußen“ annimmt, sagt Quantenmechanik Wahrscheinlichkeiten voraus und nimmt deshalb keine von unserer Erfahrung getrennte Realität war. 

Kleinstteile des Lichtes: Photonen

 

 Eine der wichtigsten Fragen in der Biologie besteht darin, herauszufinden, wie wir und jedes andere Lebewesen zu unserer Form finden. Kürzlich ist Fritz-Albert Popp der englischen Wissenschaftsautorin Lynne McTaggart begegnet, die genau diese Frage in ihrem Buch: Das Nullpunktfeld, welches im Jahr 2003 im Wilhelm Goldmann Verlag in München herausgekommen ist, neu aufgerollt hat. Mit der Befragung von angesehenen Wissenschaftlern, welche einen ganz neuen Weg gegangen sind, hat sie interessante Antworten gefunden. Viele dieser Wissenschaftler haben gut geplante Experimente durchgeführt, deren Ergebnisse für die konventionelle Biologie und Physik einen Schlag ins Gesicht darstellen. Zusammengenommen bieten diese Untersuchungen uns eine Fülle von Informationen über die zentrale organisierende Energie im Kosmos, die auch unseren Körper steuert. Eine zentrale Rolle im Buch von Lynne McTaggert spielt die Entdeckung der Biophotonen und ihre Steuerung lebenswichtiger Vorgänge in den Zellen und im Körper. Fritz-Albert Popp, ein theoretischer Biophysiker aus Marburg, interessiert sich seit Anfang der siebziger Jahre für die Wechselwirkungen von Licht und biologischen Systemen.

Die Kleinstteile von Licht sind sogenannte Quanten, welche verschieden große, nicht weiter teilbare Energieteilchen sind. Die Quanten oder Photonen sind als Informationsträger der Materie anzusehen und auch für den Zusammenhalt in und zwischen den Bausteinen der Materie, den sogenannten Elementarteilchen, verantwortlich.   

Was ist Licht?

 

Um die Biologie des Lichtes verstehen zu können, ist ein kurzer Abstecher in die Geschichte des Lich­tes und dessen Mediums, des Aethers, notwendig. 1887 versuchten Albert A. Michelson und Edward Morely, die absolute Geschwindigkeit der Erde in Bezug auf das übrige Universum zu messen. Dabei hatte Michelson einen Vorschlag von James Clerk Maxwell aufgenommen, den dieser 1875 gemacht hatte, und ein empfindliches Messinstrument entwickelt, das auf den Interferenzmustern von Licht­wellen beruht (Interferometer).

Seitdem Thomas Young im Jahre 1803 gezeigt hat, dass Licht In­terferenzmuster erzeugt, nahm man an, dass Licht aus Wellen bestehen müsste – eine Auffassung, die vorher unter anderen von Christiaan Huygens vertreten worden war. Alle Verfechter der Wellentheorie – die Gegentheorie ging davon aus, dass das Licht aus Teilchen bestehe – waren der Ansicht, Licht müsse Wellen in einem Medium sein. Als Augustin Jean Fresnel an der Wellentheorie des Lichts zu arbeiten begann, nannte er dieses Medium nach dem fünften Element von Aristoteles (384-322 v. Chr.) Aether.

Aristoteles teilte die Schöpfung in eine irdische und in eine himmlische Welt. Die himmlische Welt ist nach Aristoteles die Welt des Aethers, während die irdische Welt jene der vier Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer ist. Aristoteles unterschied den Aether deutlich von der Materie der elementaren Welt wie auch von der immateriellen Welt des Nous (Weltgeist) und bezeichnete ihn als Hyle (Materie) besonderer Art; der aristotelische Ätherbegriff ist somit deutlich der einer feinstofflichen Materie.

Das Michelson-Morely-Experiment bedient sich des oben erwähnten Interferometers, um zu messen, wie sich die Erde durch den Aether bewegt, der als unbeweglich angenommen wurde. Michelson und Morely maßen die Lichtgeschwindigkeit in zwei senkrechten Richtungen. Das Ergebnis war jeweils das gleiche, was implizierte, dass sich die Erde im Weltraum nicht bewegt, aber niemand glaubte, dass das stimmen konnte.

1905 löste Albert Einstein (1879-1955) das Problem folgendermaßen: Einstein erkannte, dass die gleichen physikalischen Gesetze in allen Bezugsrahmen gelten mussten, die sich mit einer stetigen Bewegung im Verhältnis zueinander bewegten. Aber diese Forderung bedeutete, dass Licht immer dieselbe Geschwindigkeit (300 000 km/sec) haben muss, gleichgültig, wie sich ein Körper gerade bewegt. Da es keine festen Bezugsrahmen geben kann, gegenüber dem sich die Erde bewegt, hatten Michelson und Morely das richtige Ergebnis erhalten. Außerdem wies Einstein in einem anderen Aufsatz nach, dass sich Licht sowohl als Teilchen wie auch als Welle verhält. Ein Teilchen aber erfordert kein Medium in dem Sinne, wie dies eine Welle tut. Existiert nun der Aether? Einsteins Spezielle Relativitätstheorie vertritt die Auffassung, dass diese Frage bedeutungslos ist.

Marco Bischof zeigt jedoch in seinem neuen Buch „Tachyonen, Orgonenergie, Skalarwellen: Feinstoffliche Felder zwischen Mythos und Wissenschaft“, welches im November 2002 im AT-Verlag in Aarau erschienen ist, auf, dass die Relativitätstheorie das Tor für ei­nen großen qualitativen Fortschritt in der Äther­theorie geöffnet hat, indem Einstein die Aufmerksamkeit auf den Raum selbst und die ihm innewoh­nenden Eigenschaften lenkte und damit den Weg für eine völlig neue Vorstellung von Raum und Vakuum freimachte. Bis dahin hatte man den Raum als den Behälter für die Objekte der materiellen Welt angesehen, als Bühne, auf der die Gescheh­nisse sich abspielten, wobei Behälter und Inhalt, Bühne und Geschehnisse als unverbunden und getrennt betrachtet wurden. Indem Einstein darauf hinwies, dass Eigenschaften des leeren Raumes Objekte und Geschehnisse in diesem entscheidend beeinflussen, zeigte er die Einheit von Raum, Objekten und Geschehnissen auf. Indem er zuerst ein­mal den Aether ausklammerte, machte er die Bahn frei für eine intensive Untersuchung der dem leeren Raum eigenen Eigenschaften und Strukturen.

Und so kam es, dass von einem bestimmten Punkt ihrer Entwicklung an die Quantentheorie den „leeren“ Raum wieder mit einem Aether zu füllen begann, der die Relativitätstheorie berücksichtigte und der sich nun auch anschickte, die letzten Spuren von mechanistischen und selbst materiellen Eigenschaften abzustreifen – zurück zu den uralten Ursprüngen des Ätherkonzeptes wie es Aristoteles beschrieben hat. Dieser neue Aether hat in der Wissenschaft den Namen des Nullpunktfeldes oder der Nullpunktenergie des Vakuums.   

 Das Nullpunktfeld oder die Nullpunktenergie des Vakuums

 

 Die Geschichte des Quantenäthers begann wie der Ursprung der Quantentheorie selbst mit deren Be­gründer Max Planck (1858-1947). Wie im Aufsatz über Schöpfung und Evolution im Buch von Martin Dresler-Schenck und Marianne Bunk „Ein Gottes Bote des 20. Jahrhunderts – Begegnungen mit Carl Welkisch“ aus dem Geistfeuer Verlag in Überlingen erwähnt, äußerte sich der Vater der Quantenphysik, der Nobelpreisträger Max Planck, in einem aus seinem Nachlass im Jahre 1973 in Florenz gehaltenen Vortrag wie folgt:

„Als Physiker, also als Mann, der sein ganzes Leben der nüchternsten Wissenschaft, nämlich der Erforschung der Materie, diente, bin ich sicher von dem Verdacht frei, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden.

Und so sage ich Ihnen nach meinen Erforschungen des Atoms dieses: Es gibt keine Materie an sich! Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Elementar- und Atom­teilchen in Schwingung versetzt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Atoms zusammenhält."

Planck hat auf Grund seiner Berechnungen im Jahre 1912 auf die Existenz eines Nullpunktfeldes des Vakuums geschlossen. Der große Physiko-Chemiker Walter Nernst (1864-1941) schließlich folgte dem Hinweis von Planck und argumentierte, selbst im leeren Raum ohne jede Materie und Strahlung – wenn bei einer Temperatur am absoluten Nullpunkt (-273° C) nur ein Vakuum zurückbleibt – müsse das elektromagnetische Feld noch in einem Zu­stand unaufhörlicher Aktivität sein und somit eine Nullpunktenergie besitzen.

Nach der Quanten­theorie besitzt ein physikalisches System (z. B. Atom, Molekül, Kristall) auch am absoluten Tem­peraturnullpunkt (-273° Celsius) noch eine Restenergie in Form von Schwingungsenergie. Deshalb kann es nie einen energielosen Zustand erreichen, sondern nur einen Zustand relativ niedrigster Ener­gie. Im Jahre 1926 nahmen die Physiker Max Born, Werner Heisenberg und Pascal Jordan die Nullpunktenergie in ihre Theorie der Quantenelektro­dynamik (QED) auf und sagten voraus, dass fluk­tuierende Nullpunkt- oder Vakuumfelder sogar beim Fehlen jeglicher Strahlungsfelder existieren müssten.  Nernsts Vorschlag wurde 1927 allgemein anerkannt, als Dirac die Nullpunktenergie in seine quantendynamische Theorie aufnahm.

Das Vakuum ist also nicht tot und leer, sondern wird ständig gestört, ist erfüllt von fluktuierenden, virtuellen (nicht messbaren) Quantenfeldern, und diese Fluktuationen enthalten, obwohl die Intensitäten der elektrischen und magnetischen Felder im Durchschnitt Null sind, immer noch Energie. Genug Energie sogar, dass sie für kurze Zeit stark genug sind, um materielle Partikel wie Elektronen oder Protonen entstehen zu lassen.

Es ist eigentlich nicht ein „Vakuum“, sondern eigentlich ein Plenum. Die in einem Kubikzentimeter leeren Raumes enthaltene Nullpunktenergie wurde vom Physiker Archibald Wheeler (Universität Texas, USA) auf 10115 J berechnet – das ist mehr Energie, als die gesamte Materie des bekannten Universums enthält.

Obwohl andere Berechnungen deutlich niedrige Werte für die Energiedichte des Nullpunktfeldes im Vakuum ergaben, nämlich 1095 J pro Kubikzentimeter, bedeutet dies immerhin noch, dass ein Wasserglas leeren Raumes genug Energie enthält, um einen Ozean wie den Atlantik zum Kochen zu bringen. Hal Puthoff zeigte Mitte der achtziger Jahre in einem Artikel, der in Physical Review, einer der angesehensten physikalischen Fachzeitschriften, veröffentlicht wurde, dass der stabile Zustand der Materie nur existieren kann, wenn es eine dynamische Wechselwirkung zwischen den subatomaren Partikeln und dem Nullpunkt-Energiefeld gibt, das diese Partikel hervorbringt. Er zeigte außerdem durch physikalische Berechnungen, dass die Fluktuationen der Wellen des Nullpunktfeldes die Bewegungen von subatomaren Partikeln antreiben und dass alle Bewegungen aller Elementarteilchen des Universums ihrerseits das Nullpunktfeld erzeugen, das sich über den gesamten Kosmos erstreckt.

Das bedeutet, dass wir und die gesamte Materie des Universums durch die Wellen des Nullpunktfeldes mit den hintersten Winkeln des Kosmos verbunden sind.

 

Die Biophotonen

Nach physikalischer Erkenntnis sind die Kleinstteilchen des Lichtes, die sogenannten Photonen, die Träger und Vermittler der elektromagnetischen Kraft. Diese Strahlung, ein Ausdruck der Vitalkraft von Zellen, konnte in Form der ultraschwachen Photonenstrahlung von der Naturwissenschaft zuerst nachgewiesen werden.

Zu Beginn der Zwanziger Jahre entdeckte der russische Forscher Alexander G. Gurwitsch (1874-1954) in sich teilenden Zwiebelzellen diese sehr schwache Zellstrahlung, welche jedoch wieder in Vergessenheit geriet. Durch die Entwicklung der Photomultipliertechnik in den fünfziger Jahren durch italienische Wissenschaftler wurde der endgültige physikalische Nachweis der ultraschwachen Photonenstrah­lung erbracht. Dieses Nachweisverfahren zur Bestimmung der Lichtmenge in der Materie wurde mittels dem von Albert Einstein im Jahre 1905 ent­deckten photoelektrischen Effekt ermöglicht. Einstein erhielt für diese Entdeckung im Jahre 1921 den Nobelpreis.

 Bei dieser Messtechnik wird nach der Absorption eines Photons an der Photomultiplierkathode ein Elektron emittiert. Durch mehrere hintereinandergeschaltete Dynoden wird dieses Elektron lawinenartig verstärkt. Dieser Elektronenfluss trifft dann auf die Anode und wird als Messimpuls registriert.

In den frühen siebziger Jahren haben der deutsche Biophysiker Fritz-Albert Popp, der damals das sehr schwache Licht aus den Zellen mit dem Begriff Biophotonen bezeichnete (Herleitung dieses Wortes aus dem Griechischen „Bios“ Leben und „Phos“ Licht, Kraft), der japanische Forscher Inaba und der australische Natur­wissenschaftler Quickenden unabhängig voneinander mit hochsensiblen Photomultipliergeräten diese Strahlung der modernen Naturwissenschaft neu zugänglich gemacht.

Dadurch wurde klar, dass Pflanzen, Tiere und Menschen ultraschwache Photonen abgeben. 

In der Zwischenzeit haben Kernphysiker aus Catania (Italien) im sizilianischen „CERN“ (LNS-INFN) die Biophotonenanalytik mit der ARETUSA-Methode auf den höchsten Stand der momentanen Photomultiplier-Technik gebracht.

Fritz-Albert Popp untersuchte in den siebziger Jahren vor allem die Wechselwirkungen zwischen elektromagnetischer Strahlung und biologischen Systemen. Interessanterweise hat er als Student im gleichen Haus, manchmal sogar im selben Raum gearbeitet, in dem Wilhelm Röntgen (1845-1923) darauf gestoßen war, dass die später nach ihm benannten Röntgenstrahlen Bilder vom Skelett unseres Körpers erzeugen können. Popp spielte viel mit Licht herum und hat Benzo(a)pyren, ein polyzyklischer Kohlenwasserstoff, der im Zigarettenrauch vorkommt und als eines für den Men­schen tödlichstes Krebsgift bekannt ist, mit Ultraviolett-A (UVA; 320-400 nm) Licht bestrahlt. Da­bei hatte er eine hoch interessante optische Eigenschaft bei dieser Substanz entdeckt. Sie absorbierte UVA-Licht und strahlte es dann auf einer ganz anderen Frequenz wieder aus. Am besten kann dies bildlich mit einem Agenten verglichen werden, der feindliche Funksignale auffängt und diese dann völlig durcheinander wirft und auch für seine Zwecke ausnützt.

Zusätzlich führte Popp mit einer ähnlichen Substanz (Benzo(e)pyren), die bis auf eine winzige Abweichung im molekularen Aufbau praktisch mit der krebserzeugenden Substanz iden­tisch war, aber für den Menschen sich als harmlos erwies, weitere Experimente aus. Diese harmlose Chemikalie ließ das UVA-Licht unverändert passieren. Popp führte seine Tests mit 37 anderen chemischen Substanzen durch, einige Krebs erregend, andere nicht. Mit seiner Bestrahlungsmethode konnte er schließlich vorhersagen, welche Chemikalien krebserregend wirkten: Es waren immer jene, welche das UVA-Licht absorbierten und dabei die Frequenz veränderten. Er fasste seine Erkennt­nisse zu einem Artikel zusammen und konnte diesen in einer angesehenen Fachzeitschrift veröffentlichen. Popp wurde für diese Arbeit gefeiert.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidel­berg lud ihn ein, während einer achttägigen Konferenz über alle Aspekte von Krebs vor den führenden Krebsspezialisten der Welt zu referieren. In seiner Präsentation wie auch in seinem Artikel war Popp wissenschaftlich unangreifbar bis auf ein einziges Dogma der damaligen Wissenschaft: seine Annahme, dass schwaches UVA-Licht ir­gendwo im Körper produziert wurde. Für die Krebsforscher der siebziger Jahre war dieses Detail wissenschaftlich nicht nachvollziehbar. Wenn es Licht im Körper geben würde, so fragten sie ihn, glauben sie nicht, dass dies von der Wissenschaft nicht schon längst bemerkt worden wäre?

Nur eine einzige Forscherin, eine Photochemikerin aus dem Curie-Institut in Paris, die über die Krebs er­regende Aktivität von Molekülen arbeitete, war überzeugt, dass Popp Recht hatte. Sie lud ihn ein, mit ihr zusammen in Paris zu arbeiten, starb je­doch selbst an der heimtückischen Krankheit, die sie untersuchte, bevor sie die vorgeschlagene Zusammenarbeit aufnehmen konnte.

Die Krebsforscher forderten nun Popp auf, Beweise zu liefern, dass es Licht in den Zellen und im Körper geben würde. Popp kam mit den Forschern überein, dass er bei einer finanziellen Unterstützung die passen­de Ausrüstung bauen würde, um ihnen zu zeigen, wo das Licht herkam. Bald darauf wurde Popp von dem jungen Physiker Bernhard Ruth gefragt, ob er bei ihm eine Doktorarbeit absolvieren könne.

Diese Begegnung erwies sich als Glücksfall für Fritz-Albert Popp, denn Ruth war ein ausgezeichneter experimenteller Physiker.Er konstruierte ein hochempfindliches Lichtmessgerät mit Hilfe eines Photomultipliers, das noch eine Kerze in 20 Kilometer Entfernung wahrnehmen konnte.

Im Jahre 1976 war alles für den ersten Test mit Pflanzenzellen bereit. Ruth hatte Gurkenkeime gezüchtet, und füllte diese in die Messkammer seines Gerätes. Das empfindliche Lichtmessgerät zeigte an, dass die gekeimten Samen Licht von erstaunlich hoher Intensität abstrahlten. Ruth war extrem skeptisch und führte dies auf die Licht abgebende Substanz Chlorophyll zurück, welche sich für die Farbe Grün in den Pflanzen verantwortlich zeigt.

So beschlossen die Forscher beim nächsten Test Kartoffelkeime zu benutzen, welche sie im Dunkeln züchten konnten. Aber auch bei den Kartoffelkeimen registrierte der sensible Photomultiplier Lichtquanten, die in der Intensität sogar noch höher waren, wodurch die Theorie mit der Photosynthese ausgeschlossen werden konnte.

Schon für Carl Huter (1861-1912) spielte das Licht eine entscheidende Rolle, denn er fand, dass die Materie sowohl speichern wie auch strahlen kann.

Ende der siebziger Jahre hat der namhafte französische Physiker Jean Charon diese Erkenntnisse mit theoretischen Berechnungen nachgewiesen. Der pflanzliche, tierische und menschliche Körper ist als Ergebnis einer Entwicklung anzusehen. Und es ist eine greifbare Tatsache, dass alle Körper zum Auf­bau und zu ihrer Ergänzung alle nötigen Stoffe und Energien aus ihrer Umgebung beziehen. Alle Dinge und Wesen niederer Entwicklungsstufe bieten den jeweils höheren Lebewesen ihre stofflichen Körper als Baustoffe dar.

Wie diese Baustoffe im höheren Lebewesen zur Gewinnung von Energie und neuen Bausteinen umgewandelt werden, zeigt uns die moderne Biochemie. Martin Rattemeyer verblüffte Physiker und Biologen gleicherweise, als er 1978 in seiner Diplomarbeit unter der Leitung des Physikers und Biophotonenforschers Fritz-Albert Popp die eindrucksvollen mitotischen Figuren als Überlagerungen von Hohlraumresonatorwellen, die genau in die Zelle hineinpassen, sowohl räumlich als auch zeitlich in ihrer Entwicklung darstellen konnte.

Diese Übereinstimmung legt den Entschluss nahe, dass elektromagnetische Felder, die sich im Zellinneren stabilisieren können, die Dynamik und Musterung des Zellgeschehens bestimmen.

Schützenhilfe erhält Rattemeyer, wie Marco Bischof in seinem Buch: Biophotonen, das Licht in unseren Zellen (Verlag Zweitausend­eins, Deutschland) beschreibt, von den Molekular­biologiespezialsten, die sich mit den sogenannten Mikrotubuli beschäftigen.

Aus diesen Forschungen ist bekannt, das winzige röhrenförmige Gebilde von etwa 25 Millionstel Millimeter Durchmesser, zusammengesetzt aus 13 parallel oder spiralförmig angeordneten Strängen des Proteins Tubulin, die erst mit der Erfindung des Hochspannungsmikroskopes überhaupt entdeckt werden konnten, bei der Zellteilung oder Mitose den Spindelapparat aufbauen. Voraus geht eine Verdopp­lung der Zentriolen oder Zentrosomen, das sind Hohlzylinder von etwa 1.5 Tausendstel Millimeter Durchmesser und 15 Tausendstel Millimeter Länge, die ebenfalls aus Mikrotubuli bestehen.

Die Zellteilung wird eingeleitet mit der Wanderung der Zentrosomen an die entgegengesetzten Pole der Zelle, von wo sie die Bildung des Spindelapparates in höchst geordneter Weise dirigieren. Mikrotubuli kontrollieren so die Teilung der Zelle, aber auch außerhalb der Zellteilung sind sie aktiv. Bei der Organisation des Zell- oder Zytoskelettes, bei der Trennung und Vereinigung von Zellkomponenten, beim Stofftransport in der Zelle, bei der Kommunikation mit der Nachbarzelle spielen diese winzigen Röhrchen eine entscheidende Rolle. Wenn die Zelle sich nicht gerade teilt, ordnen sie sich auf eine andere Weise an. Von nur einem Zentrosom ausgehend, vernetzen sie sich dann wie die Speichen eines Rades von der Nabe aus nach allen Seiten in die Zelle hinein.

Auf diese Weise formen sie das Gerüst des Zellskelettes, an das sich auch dessen weitere Bauelemente, Mikrofilamente anhaften. Nach der Theorie des belgischen Zellbiologen Michel Bornens ist nicht der Zellkern, sondern das Zentrosom oder Zentralkörperchen das eigentliche Steuerungsorgan der Zelle (spiralförmig strukturierter Proteinzylinder). Von ihm gehen elektromagnetische Signale aus und es ist, wie oben erwähnt, schon von Carl Huter als Verteiler der Lebenskraft „Helioda“ bezeichnet worden.

Nach Ansicht von Michel Bornens ist das Zentrosom ein Oszillator für gepulste elektromagnetische Signale, die durch den Mikrotubuli-Hohlleiter in die Zelle hinausgeschickt werden. Da aber eine Verbindung mit dem Kern besteht, kann natürlich auch umgekehrt das Zentralkörperchen von der Energie der Erbstruktur gespeist werden.

Interessant war außerdem, dass die Photonen in den von Popp und seinen Mitarbei­tern untersuchten lebenden Pflanzenzellen eine große Kohärenz zeigten. 

In der Quantenphysik bedeutet diese Eigenschaft, dass die Atome und Moleküle fähig sind, miteinander zu kommunizieren. Das Endresultat kann man am besten mit einem großen Orchester vergleichen.

Alle Photonen spielen gemeinsam, aber als individuelle Instrumente, die sich an ihre jeweilige Partitur halten. Für den Zuhörer ist es dabei schwierig, ein einzelnes Instrument zu identifizieren. Sehr erstaunlich war für Popp, dass er in seinen Experimenten das höchste Maß an Quantenordnung oder Kohärenz beobachten konnte, das in einem lebenden System möglich war.

Gewöhnlich findet man diese Kohärenz – die sogenannte Bose-Einstein-Kondensation – nur in Supraleitern, die im Labor knapp über dem Nullpunkt untersucht werden, nicht jedoch in Lebewesen.   

 

Kohärenz

Der Physiker Herbert Fröhlich (1905-1991), der 1950 den theoretischen Schlüssel zur Erklärung der vom Physiker Kamerlingh-Omnes im Jahre 1911 entdeckten Supraleitung fand, revolutionierte das Gebiet der Biophysik durch die Einführung des Konzeptes der Kohärenz von lebendigen Systemen.

Es handelt sich dabei um Licht mit einem hohen Ordnungsgrad, um biologisches Laserlicht. Die Lichtstrahlung eines solchen Systems ist sehr ruhig, sie besitzt eine sehr stabile Intensität und die normalerweise bei Licht auftretenden Schwankungen sind minimal.

Aufgrund der stabilen Feldstärke seiner Wellen können sich die Wellen überlagern; durch diese Interferenz werden Effekte möglich, die bei normalem Licht nicht vorkommen. Das Lichtfeld solchen Laserlichts besitzt einen hohen Ordnungsgrad und ist deshalb in der Lage, selbst ordnungsbildend zu wirken und Informationen zu übertragen.

Popp fand bei gesunden Versuchspersonen auf der Quantenebene eine außerordentlich hohe Kohärenz. Interessanterweise fehlten die natürlichen periodischen Rhythmen und auch die Kohärenz des Lichtes bei Krebspatienten, die Popp untersuchte. Die interne Kommunikation der Körperzellen war gestört und folg­lich war ihr Lebenslicht dabei zu verlöschen.

Giuliano Preparata und sein Kollege Emilio Del Giudice, zwei italienische Physiker vom Mailänder Institut für Kernphysik, fanden heraus, dass Wasser sogenannte „kohärente“ Bereiche bilden kann. Licht setzt sich normalerweise aus Photonen vieler Wellenlängen zusammen, so wie die Farben eines Regenbogens, aber „kohärente“ Photonen sind, wie oben dargestellt, vergleichbar mit einer einzigen intensiven Farbe. Nach den Forschungen der italienischen Physiker bedeutet dies, dass Wasser ähnlich wie ein CD-Writer und Player fähig ist, die Information anderer Moleküle aufzunehmen und weiterzugeben, gleichgültig, ob das ursprüngliche Molekül noch vorhanden ist oder nicht.

In diesem Zusammenhang hat der japanische Physiker Kunio Yasue festgestellt, dass Wassermoleküle ungeordnete Energien in kohärente Photonen ver­wandeln können – ein Prozess, der „Superstrahlung“ genannt wird.

Das legt die Vermutung nahe, dass Wasser, welches das natürliche Medium aller Zellen ist, bei allen biologischen Prozessen als der entscheidende Leiter für die Übertragung der individuellen Frequenz eines Moleküls fungiert und dass Wassermoleküle sich zu einem Muster an­ordnen, auf das die Welleninformation aufgeprägt werden kann. 

Alle diese Phänomene brachten Popp auf den Gedanken, die Biophotonenemissionen könnten die Korrekturmechanismen sein, mit dem die lebenden Systeme die Fluktuationen des Nullpunktfeldes ausgleichen.

Nach Popps Vorstellungen zwingt die Nullpunktenergie einen Menschen, wie eine Kerze zu sein. Die Zellen im gesunden Menschen verlieren praktisch kein Licht, haben also die niedrigste Lichtrate und kommen damit dem erstrebten Nullzustand am nächsten.